Yolanda Ropschitz-Bentham

Yolanda wurde 1953 in Derby geboren und wuchs in West Yorkshire im Norden Englands auf, einer Region, die für ihre wilden und kargen Heidelandschaften bekannt ist. Ihre Heimatstadt war kaum einen Steinwurf von den windigen Heidelandschaften von Haworth entfernt, der Heimat der Bronte-Schwestern. Diese düsteren Ausblicke prägten in ihr eine tiefe und anhaltende Liebe zur Natur, zur Heide und zum Moorland.

Mit einer Großfamilie auf dem europäischen Festland, den USA und Australasien und einem mehrsprachigen Vater wurde ihm schon in jungen Jahren die Liebe zum Reisen und zum Erlernen neuer Sprachen vermittelt, zusammen mit der Freude an Amateurtheaterstücken, Schreiben und Chorgesang. Nachdem sie in der Schule und dann am College in Manchester Sprachen gelernt hatte, gefolgt von einem Aufenthalt als Au-pair in Genf, reiste sie nach Israel, wo sie drei Jahre lang in einem multinationalen Reisebüro arbeitete, zunächst in Tel Aviv, dann in London und Philadelphia.

1979 kehrte sie zum akademischen Studium zurück und schloss 1982 ihr Studium mit einem BSc (Hons) in Psychologie an der University of Bradford ab. Dies führte zu einer zweijährigen Tätigkeit bei der bahnbrechenden Caldecott Therapeutic Community in Kent.

1984 zog sie nach Bristol, wo sie ihren Mann kennenlernte. Sie ließen sich im ländlichen Somerset nieder, wo sie einen kleinen Bauernhof gründeten und inmitten von Enten, Gänsen, Hühnern, Schafen und Apfelplantagen drei Kinder großzogen. Es waren nicht ganz die Moore von Yorkshire, aber es war oft wild und windig!

Im Jahr 1992 begann Yolanda, Psychologie zu unterrichten, eine Karriere, die sich über 25 Jahre erstrecken sollte. Zwischen dem Unterrichten, der Erziehung ihrer Familie und der Nahrungssuche widmete sie sich dem Schreiben von Comicstücken, von denen zwei im Radio der BBC Somerset zu hören waren.

In den letzten Jahren war Yolanda als ehrenamtliche Moderatorin im Lokalradio tätig, interviewte Gäste und hielt eigene Beiträge zu verschiedenen Themen.

Nach ihrer Pensionierung im Jahr 2016 wandte sich Yolanda dem Manuskript „Ferramonti“ ihres verstorbenen Vaters zu. Die Recherche zu seinem autobiografischen Roman führte in den nächsten Jahren zu regelmäßigen Besuchen im Lagermuseum Ferrramonti di Tarsia in Kalabrien. Auf diesen Reisen hatte sie das Glück und die Ehre, ehemalige Internierte aus den 1940er Jahren und deren Nachkommen kennenzulernen. Diese Verbindung, die in der Veröffentlichung des Romans ihres Vaters „Ferramonti: Erlösung hinter dem Stacheldraht“ gipfelte, führte zu einer der lohnendsten Phasen ihres bisherigen Lebens und bescherte Yolanda die geschätzte Gelegenheit, nach Italien, Israel und Südamerika zu reisen. Lebensgeschichten ehemaliger Internierter bilden nun den Kern ihrer zweiten Publikation: „The People of Ferramonti: Then and Now“.